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Schutzhof VIERPFÖTCHEN

Berichte – Eindrücke – Gedanken 


November 2022 - Bolo > siehe hier

24.5.22

 

Von Bolyhos zu Bolo (Teil 1)

 

Am 9. Mai kam der Neuankömmling Bolyhos, Spitzname Boly, zusammen mit einem lieben Freiwilligen auf dem Tierschutzhof an. Boly kommt ursprünglich aus Ungarn und lebte dort seit September 2021 im Tierheim. Seine Vorgeschichte ist unbekannt. Als der schwarze Filzberg auf den Hof kam, war er recht schüchtern. Er mied uns Menschen erst einmal, doch als mein Freund Tom sich hinhockte, wusste Boly, dass von ihm keine Gefahr ausgeht. Er beschnupperte ihn neugierig. Nach und nach nahm er auch Kontakt zu Gitta und mir auf.

     Für mich als Freiwillige war es sehr aufregend, denn ich war das erste Mal dabei, wie ein Hund neu in das Rudel eingegliedert wurde. Zuallererst haben wir so viele Hunde wie möglich ins Haus gelockt und die Tür zugesperrt, damit Boly erst einmal alles in Ruhe, ohne „lästige Begleitung“, begutachten kann. Gitta stand auf dem Hof und bat mich nach kurzer Zeit, zwei Hunde auf den Hof zu lassen. Boly verhielt sich ruhig und respektvoll und wir ließen zwei weitere Hunde hinaus. Als auch die beiden kein Problem für den „Neuen“ waren, konnten wir die Tür zum Haus öffnen und alle Hunde kamen in den Hof. Aufmerksam beschnupperten sie ihn. Damit war der erste Tag geschafft und wir gingen zu Bett.

     Boly schlief die Nacht über auf der Terrasse an der Ferienwohnung, in der Tom und ich schliefen. An diesem Abend habe ich sehr viel an ihn gedacht. Wie wird er sich die Tage über verhalten? Wird er sich gut eingliedern? Wird er sich wohlfühlen? Mir fiel auf, wie schlimm es sein muss, wenn ein Tier das ganze Leben lang nicht angekommen ist und sich nun wieder an einen anderen Ort gewöhnen muss. An diesem Abend wurde mir das Schicksal solcher Hunde erst bewusst. Auf Gittas Hof haben alle Hunde eine Vergangenheit, die mehr oder weniger von Leid geprägt ist. Die schlechten Erfahrungen, die einige Hunde in ihrem Leben gemacht haben, stecken ihnen noch immer in den Knochen. Aber man merkt ihnen an, dass sie sich sehr wohlfühlen. Ich hoffte in der Nacht sehr, dass auch Boly glücklich werden wird.

     Am nächsten Morgen ging es mit ihm zur ersten Runde auf dem Feld. Er lief noch an der Leine, aber schon bald konnte ich sie loslassen und er begann selbstständig, alles zu erkunden. Bei dem zweiten Spaziergang orientierte er sich immer mehr an uns und lief mit der Gruppe mit. Tom und ich sind noch einmal extra mit unserer Hündin Amy und Boly auf das Feld gegangen, damit er sich noch besser an alles gewöhnen kann. Je schneller das passiert, desto besser.

     Boly hat eine sehr komische Eigenart: Er markiert alle möglichen Stellen im Hof und im Haus. Mehrmals in der Minute, wenn er nicht gerade schläft, hebt er das Beinchen. Beim Tierarztbesuch stellte sich heraus, dass er eine Entzündung in der Blase hat. Aktuell bekommt er dagegen Antibiotika und wir hoffen alle sehr, dass es mit der Pinkelei danach besser wird. Neben seiner Blasenentzündung hatte er eine alte Verletzung am Auge, sodass er auf dem linken Auge blind ist. Das Auge wurde vom Tierarzt entfernt und nun trägt er einen Kragen, um die Wunde nicht aufzukratzen. Er kommt sehr gut damit zurecht und seiner Schönheit tut es eh keinen Abbruch. Vor seiner Operation haben wir nämlich sein Fell ordentlich zurechtgestutzt und die verfilzten Stellen weggeschnitten. Diese Arbeit hat mir besonders gut gefallen. Überhaupt ist man auf Gittas Hof an jeglicher Form von Tierschutzarbeit beteiligt. Der enge Kontakt mit den Hunden ist bereichernd für Mensch und Tier und gibt einem so viel! Vermutlich ist es auch für Boly erleichternd, dass er die ganze „Fell-Last“ nicht mehr tragen muss. Es ist immer noch viel Fell an ihm dran, doch es ist ein Ende in Sicht. Das Beschnippeln ließ er sich gefallen und genoss es sogar, denn er legte sich auf den Tisch und ließ uns einfach machen.

     Wir freuen uns sehr für ihn, dass er nun die Chance auf ein tolles Leben hat, denn mit seinen geschätzten acht Jahren hat er noch genügend Zeit, um es vollends auszuleben. Der Hof stellt nur eine Übergangsstation für ihn dar, denn er wird bald zu Gisela und Albert P. umziehen und dort endlich ankommen. Wir alle haben uns auf den Namen Bolo geeinigt, denn er erschien uns passender für ihn. So wurde Boly zu Bolo und mit der Namensänderung hat sich auch sein Leben geändert, denn er kann nun in Frieden leben.

 

13.05.2022

Caro



Stippvisite auf „Vierpfötchen“  (2018)


  Endlich war es wieder so weit, ich machte mich auf den Weg auf unseren Schutzhof in Rokitno (Polen). Aus verschiedenen persönlichen Gründen hatte ich ihn lange nicht mehr besuchen können, umso mehr freute ich mich auf den Aufenthalt dort.

 

  Nach einer langen Fahrt erreichte ich am 22.08. die polnische Grenze und wusste, jetzt habe ich bald mein Ziel erreicht. Was mag sich auf dem Schutzhof getan haben? … Seit meinen letzten Aufenthalten war schließlich schon eine geraume Zeit vergangen. Die meisten Vierbeiner kannte ich nur von Fotos, viele Tiere, die ich noch persönlich kennengelernt hatte, hatten ihre letzte Reise schon angetreten, wie es nun mal so ist auf einem Schutzhof, auf dem vorwiegend alte und kranke Hunde Aufnahme finden … Das weiß man und tröstet sich damit, dass sie wenigstens ihre letzte Zeit geliebt und gut umsorgt verbringen, es ihnen an nichts fehlt: im Haus ein weicher Liegeplatz, immer gutes Futterchen, versorgt mit allen notwendigen Medikamenten und bei verschiedenen Krankheiten und Wehwehchen ein Besuch beim Tierarzt … Und wenn es halt dann sein muss, in Würde gehen dürfen und nicht im Zwinger in irgendeinem Tierheim einsam und alleine sterben und womöglich vorher noch lange leiden müssen, weil es keine medizinische Behandlung gibt.


Endlich angekommen wurde ich von lautem, vielstimmigem Gebell angekündigt, denn das ist nun mal klar, Besuch muss lautstark empfangen – eine Klingel benötigt der Schutzhof nicht – und begrüßt werden. Gitta, Chefin des Ganzen, kommt da nicht so schnell zu Wort.

 

  Mit kleinen vorsichtigen Schritten bahnte ich mir einen Weg in die Wohnstube, immer sorgsam darauf achtend, nur nicht auf eine Hundepfote oder ein Hundeschwänzchen zu treten, denn man ist gleich umringt von ganz vielen Hundenasen, die einen beschnüffeln und gestreichelt werden wollen.

  Sitzt man dann einmal, tritt schnell Ruhe ein, nur der eine oder andere Vierbeiner möchte den Besuch genauer in Augenschein nehmen oder Beachtung in Form von Streicheleinheiten finden. Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Aufregung der Hunde legt …

Eines aber muss man sich angewöhnen: Langsames und vorsichtiges Fortbewegen, denn zügig von A nach B zu gelangen, das geht gar nicht, in Rokitno ist „Langsamkeit“ angesagt.

Fast der ganze Boden ist belegt mit Decken, Läufern, Kissen, Körbchen – was für eine Arbeit, das alles sauber zu halten –, jeder findet ein Plätzchen, ob im Wohnzimmer oder auf dem Hof – je nachdem, wo man sich aufhalten will. Manche ziehen es auch vor, mal alleine auf dem großen Feld eine Runde zu drehen und zu buddeln oder sich im Gras zu wälzen.

 

Mein Campingbus stand auf dem Feld und ich bekam des Öfteren neugierigen Besuch, der einfach mal gucken wollte, was da anders ist als sonst. Für Rüden waren die Autoreifen bestens geeignet, um das Beinchen zu heben. Als das Auto dann wieder zu Hause vor unserer Tür stand, beschnupperte unsere Cindy jeden einzelnen Autoreifen und konnte sich gar nicht trennen von den wunderbaren Gerüchen … 

 

Es ist erstaunlich, wie ruhig und harmonisch es im Rudel zugeht, ruhiger als noch vor Jahren, wo wesentlich mehr Hunde herumstromerten, zumal sich auch welche darunter befanden, die nicht so einfach zu händeln waren und es liebten, bei jeder Gelegenheit zu bellen. 

 

Natürlich gibt es auch jetzt ab und zu mal Zoff untereinander, da die Chemie nicht zwischen jedem Vierbeiner stimmt – so ist es ja auch unter Menschen – und der eine oder andere Hund auch so seine Macken und Eigenarten hat. 

So beispielsweise Mats, der immer wieder knurrend herumläuft und gerne Streit anfängt, er wäre wohl lieber Einzelhund und hätte gerne einen Menschen für sich allein.

Pumba belagert voller Elan jeden neuen Besucher, will Küsschen geben, sich in den Mittelpunkt stellen und kann schon ganz schön penetrant sein.

Sabbat, schon recht orientierungslos, steht manchmal ratlos in einer Ecke.

Hubert ist ein ganz besonderes kleines Kerlchen, einfach nur nett, ebenso wie Milka, die so sehr veschmust ist und immer die Nähe des Menschen sucht.

Auch Blanca möchte Streicheleinheiten und sitzt gerne auf dem Schoß.

 


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Viermal am Tag gibt es eine große Feldrunde – mit Stopp im „Café Rokitno“. Da vergnügt sich jeder so, wie er will: auf dem Feld herumstromern, Löcher buddeln, lautstark zum Zaun sausen, wenn z. B. ein Radfahrer vorbeikommt – spurtet ein Vierbeiner los, flitzen zig andere hinterher, natürlich laut bellend –, gemütlich im Pavillon im Schatten liegen und ein Schläfchen halten … sooooo viel Freiheit.

Ab und zu ein deutliches Nein/Aus (das polnische Wort dafür ist mir entfallen) von der Rudelchefin ist natürlich auch bisweilen notwendig, anders geht das nicht.


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Wenn nach der Feldrunde alle zufrieden sind und entspannt auf ihren Kissen liegen, oft aneinandergeschmiegt und sich manchmal auch gegenseitig abschleckend, und leises Schnarchen aus verschiedenen Ecken zu hören ist, da freut man sich, dass den Tieren das ermöglicht wird.

Aber derjenige, der auf einem Schutzhof vielen Tieren – momentan leben 36 Hunde und drei Katzen dort – ein Zuhause gibt, muss auf so manches verzichten, eigene Belange zurückstellen und darauf achten, selbst nicht zu kurz zu kommen, denn die Tiere können einen auf vielfältige Weise ganz schön fordern. So kann Gitta vorerst keine neuen Tiere mehr aufnehmen … Gott sei Dank steht ihr seit einiger Zeit Anja, eine Einheimsche, jeden Tag für ein paar Stunden als zuverlässige Kraft zur Seite. Anja hat ein gutes Händchen für die Tiere und vertritt auch Gitta selbständig, wenn diese für Stunden oder auch Tage unterwegs sein muss.

Auch weilen immer wieder ehrenamtliche Helfer  auf dem Schutzhof, die für einige Wochen Gitta unterstützen. 


Es müsste viel mehr solcher Schutzhöfe geben, die den Tieren, wenn sie schon kein eigenes Zuhause haben, ein derartig gutes Leben ermöglichen.


Die drei Tage sind viel zu schnell vergangen und es fiel mir schon ein bisschen schwer, die Heimfahrt anzutreten, denn ich wäre gerne länger geblieben. Eigentlich war der Aufenthalt so eine Art Urlaub für mich, aber wir haben natürlich meinen Besuch auch dazu genutzt, um Vereinsangelegenheiten zu besprechen. 


Eines habe ich mir fest vorgenommen, wenigstens einmal im Jahr Gitta und die Tiere zu besuchen, das müsste doch möglich sein …

 

Gisela Polnik  (2018)


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Erlebnisbericht von Marco Wolfgang F. über den Aufenthalt auf dem "Tierschutzhof Vierpfötchen" in Polen vom 02.06.2014 bis 20.06.2014

Bericht von Marco

"Ein Leben im Rudel: Auf dem Gnadenhof Vierpfötchen in Polen ist es möglich (2015) - Bericht von Miriam E.

Bericht von Miriam E.

Wie ein kleiner schwarzer Mischlingshund den Weg aus dem Stettiner Tierheim nach Gifhorn fand - von Hildegard Müller (2012)

Julchen aus Gifhorn

"Ein besonderer Ort ... " - Margit W. (August 2011)

Bericht von Margit W.

Die Scheunenkönigin (Gitta Eschenbrücher)

Das Märchen von der Scheunenkönigin

"Mein Besuch im Hundeparadies" - Rokitno, im April 2010 - Bericht von Eva P.

Bericht Eva P.

Isabella Malecki schrieb über ihren Aufenthalt auf Gittas Tierschutzhof einen eindrucksvollen Bericht. Wir erhielten die Erlaubnis, ihn hier einstellen zu dürfen: "Ein Heim für viele Pfoten"

Bericht von Isabella Malecki

Zu Besuch auf dem Tierschutzhof Vierpfötchen" - Bericht Conny und Tino, die im März 2009 zu Besuch auf dem Schutzhof waren. (März 2009)

Bericht von Conny und Tino

"Paula geht einkaufen ..." - Mai 09 (Gitta)

Paula beim Obi? Die Paula, die sich noch vor wenigen Monaten an der Leine wie wild gebärdet und sich panisch um sich selbst gedreht und bald erwürgt hat? Ja, genau die!

 Paula geht jetzt einkaufen. Neben ihr der Einkaufswagen, der rattert. Vor ihr unheimliche Schiebetüren. Jede Menge Menschen, Geräusche. Paula guckt, zögert etwas, schaut mich fragend an. Ich erzähle ihr, wie toll und mutig sie ist und schon marschiert sie neben mir in den Laden. Brav neben dem Einkaufsladen her. Leicht beunruhigt, ob das wohl alles so richtig ist, aber ohne jede Panik. Wir gehen zu Regalbrettern, Hundefutter, Farben ... Paula wird immer gelassener. Und stolzer. Und ich auch. Ja, ich bin stolz auf meine Paula. Und froh über sie. 


 Vorgestern wollte ich sie noch aussetzen, ich muss es gestehen. (Gewissensfrage: Darf man Hunde in Ausnahmesituationen aussetzen?) Die Ausnahmesituation? Kann ich kurz erzählen, wenn ihr wollt. Gitta will zum Tierarzt losfahren, eine Hündin soll kastriert werden. Paula rennt ums Haus rum, Gitta fährt schon ab, ohne Paula. Paula springt über den Zaun, ist auf der Straße, rennt dem Auto hinterher. Gitta hält an, lädt Paula ein, ins Auto einzusteigen. Paula will nicht. Gitta steigt aus, will Paula fangen und ins Auto lassen. Paula lässt sich nicht fangen. Gitta hat einen Termin, die Zeit drängt. Paula ist davon nicht beeindruckt. 
 Da steht sie auf der Straße mit ihrem "Du kriegst mich nicht Blick!" und wartet ab, was Gitta ihr zu bieten hat. Die würde nur zu gerne losfahren. Soll Paula doch hinterherlaufen. Im Wald könnte man dann schön Gas geben und wäre sie fein los. Und hat Ruhe. Aber wie lange wohl, das schlechte Gewissen fährt ja immer mit. Die Zeit drängt immer noch, Paula bisschen frecher. Gitta fährt zum Haus zurück. Steigt aus, macht die Tür auf, geht mit Paula in den Flur, macht die Tür zu … und erst dann lässt dieser verrückte Hund sich seelenruhig an die Leine nehmen. Zum Paulaverkloppen ist keine Zeit (hätte ich ja nur zu gerne gemacht). Also schnell mit Paula ins Auto und abfahren. Verspätung 10 Minuten.“


Lacht Paula da etwa?

Gedanken zum Alltag in Rokitno 

 (gedacht am 21.1.2010 - Gitta ) 


Wenn..., 

 

  • wenn die Fröhlichkeit meiner Alten auf dem Feld so herrlich ansteckend ist, 
  • wenn Anna nach beinahe zwei Jahren Verkrampftheit unbefangen durch das Rudel läuft, 
  • wenn mein klitzekleiner Wichtel so energiegeladen überschäumt vor Wonne, 
  • wenn die ganze Bande abends so herrlich entspannt vor dem Ofen liegt, 
  • wenn ein kleines Charlottchen sich einfach mal auf den großen Wallace legt, weil eben sonst woanders auf dem Sofa kein Platz ist, 
  • wenn zwei Rüdenköpfe den vor sich liegenden Mr Piggy zum Kopfkissen erklären und wie zwei wissende Philosophen sinnend schauen, 
  • wenn das alles so ist, wie es ist, dann ist mir so wohl ums Herz und ich bin mir ganz sicher, dass alles so genau richtig ist. 

 

  • Wenn aber dann mit oder ohne erkennbaren Anlass eine ganze Meute das Kläffen beginnt, 
  • wenn dabei sich ein Jeder bemüht, den Nachbarn an Lautstärke zu übertreffen, 
  • wenn die Nasen mich bedrängen, mir gar keine Wahl lassen, weil das, was sie wollen, jetzt sofort, aber auch wirklich sofort erfolgen muss, 
  • wenn, ja wenn sie denn so sind, dann bin ich mir da schon gar nicht mehr so sicher. 

 

  • Wenn aber ich dann nochmal gut in mich hineinspüre, mir vor Augen halte, wie denn so das Verhältnis von Gutem und Schlechtem ist und mir bewusst wird, wie viel Wohltuendes wir hier zusammen haben, dann, ja dann, ist wieder alles gut verkraftbar.


Mein persönliches Resultat: Wir alle auf dem Hof haben ein großes Glück, dass wir hier so leben dürfen.


Nicht alle Berichte aus den vergangenen Jahren konnten auf der neuen Homepage eingestellt werden. Wir bitten um Verständnis.

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